SPD Rheinland-Pfalz will Menschen mit Migrationshintergrund stärker einbinden

20 Apr. 2018

Mit einer gelungenen Auftaktveranstaltung im Ernst-Bloch-Zentrum in Ludwigshafen hat die SPD Rheinland-Pfalz am gestrigen Abend ihren Prozess der Interkulturellen Öffnung eingeläutet. Ein weiteres Puzzleteil auf dem Weg zur Erneuerung der SPD. Gemeinsam mit Malu Dreyer, der stellvertretenden Bundesvorsitzenden, und Daniel Stich, dem Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz, haben rund 80 Besucherinnen und Besucher sowie Parteimitglieder diskutiert, wie Menschen mit Migrationshintergrund stärker am politischen Prozess beteiligt werden können.

„Ich bin stolz, dass sich schon jetzt einige Menschen mit Migrationshintergrund in unserem SPD-Landesverband engagieren“, erklärt Malu Dreyer. „Doch es könnten noch mehr werden, wir wollen uns mit dem Status Quo nicht zufriedengeben. Wir müssen der Vielfalt in unserer Partei deutlich mehr Geltung geben“, so die stellvertretende Bundesvorsitzende. „Menschen aus Zuwandererfamilien müssen eine faire Chance auf soziale, wirtschaftliche und politische Teilhabe haben. Gerade in der SPD können wir auf ihre Talente und Erfahrungen nicht verzichten“, so Dreyer.

Generalsekretär Daniel Stich fügt hinzu: „Integration bedeutet für mich auch strukturelle Teilhabe. Deshalb wünsche ich mir mehr Menschen mit Migrationshintergrund in unseren Gremien und Parlamenten, vor allem mit Blick auf die Kommunalwahl im kommenden Jahr. Ich bin davon überzeugt, dass wir als Partei stärker werden, wenn wir die bunte Vielfalt unserer Gesellschaft in der SPD noch besser repräsentieren.“

Im Dezember hatte der rheinland-pfälzische SPD-Landesverband den Grundsatzbeschluss gefasst, sich interkulturell mehr zu öffnen. Eine Arbeitsgruppe wurde installiert, die gemeinsam mit der AG Migration und Vielfalt den Prozess begleitet. Bei der gestrigen Auftaktveranstaltung haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erste Ideen und Vorschläge zu drei konkreten Punkten gesammelt: Gründe für das geringe Interesse von Menschen mit Migrationshintergrund an der Politik, was können Parteien dagegen tun und welche drei Themen sind dabei besonders wichtig. Am Rande der Veranstaltung durfte die SPD Rheinland-Pfalz zwei Neumitglieder in ihren Reihen begrüßen. Zwei neue Gesichter, die die interkulturelle Vielfalt im Landesverband mit vorantreiben.

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