Die SPD Rheinland-Pfalz gedenkt Wilhelm Dröscher, der vor 40 Jahren, am 18. November 1977, überraschend während des SPD Bundesparteitags in Hamburg verstarb.

Dazu Roger Lewentz, Landesvorsitzender der SPD Rheinland-Pfalz:

„Als Landesvorsitzender, Landtagsabgeordneter und Fraktionsvorsitzender hat Wilhelm Dröscher die SPD Rheinland-Pfalz in ganz besonderer Weise geprägt. Wer ihn persönlich kannte, schreibt ihm eine außergewöhnliche Nähe zu den Menschen zu. Nicht nur in seinen legendären Samstag Sprechstunden hatte er stets ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der kleinen Leute und die Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in seinem Wahlkreis.

Heute verdanken wir dem ‚Quartiermanager‘ Wilhelm Dröscher vor allem diese Geisteshaltung, die wir uns als Partei wieder stärker zu eigen machen sollten. Er selbst sagte einmal: ‚Ein Politiker muss für seine Mitbürger zu jeder Stunde da sein.‘ Wenn wir in Kürze in Ludwigshafen unser erstes Quartierbüro eröffnen, blüht darin auch Wilhelm Dröschers Idee neu auf.

Wir gedenken Wilhelm Dröscher und verneigen uns vor seinem Erbe.“

Der ehemalige Landtagsabgeordnete und Sohn Wilhelm Dröschers, Peter Wilhelm Dröscher, ergänzt:

„Wilhelm Dröscher sah in der Erwachsenenbildung einen Schlüssel zur Gestaltung einer solidarischen Gesellschaft und gründete als Bürgermeister und Bundestagsabgeordneter in den fünfziger Jahren in seinem Wahlkreis eine Heimvolkshochschule.

Er förderte junge Nachwuchspolitiker wie Rudolf Scharping und brachte als Vorsitzender des Bundes der sozialdemokratischen Parteien in der Europäischen Union die Wahlplattform der Sozialdemokraten für die erste Direktwahl des Europäischen Parlaments auf den Weg. Die Wahl im Juni 1979 hat der überzeugte Europäer nicht mehr erlebt.“