Anlässlich der Ermittlungen der Staatsanwalt gegen den CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Bleser aufgrund des Verdachts der Untreue sowie der Durchsuchungen der CDU-Zentralen in Mainz und Berlin erklärt Daniel Stich, Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz:

„Ich erinnere daran, dass wir bereits seit Beginn der Spenden-Affäre eine konsequente Aufklärung der Vorwürfe eingefordert haben. Diese hat es nie gegeben. Stattdessen bleiben die offenen Fragen – und neue kommen hinzu: Welchen Grund hatte Peter Bleser, Werner Mauss bei der Beschaffung weiterer Tarnidentitäten zu unterstützen, obgleich dessen Agententätigkeit schon seit Jahren beendet war? Ist es denkbar, dass die Mauss-Spenden ihren Ursprung in den verschwundenen Geldern aus der Kohl-Spendenaffäre haben, die bis heute möglicherweise in irgendeinem Steuerparadies lagerten und nun zurückgeflossen sind – Stichwort: Staatsbürgerliche Vereinigung? Und zu welchem Zweck hat Peter Bleser Frau Klöckner zum Jahreswechsel 2009/2010 mit auf Herrn Mauss‘ Anwesen genommen?“

Stich weiter:

„Mit dem gestrigen Tag ist klar, dass Peter Bleser seine Erzählung, er sei das Opfer in dieser Spendenaffäre, nicht mehr aufrechterhalten kann. Jetzt ist die Zeit für ehrliche Antworten. Noch ist vieles offen und nichts ist aufgeklärt.“