Offenbar hat die AfD gezielt Fake-Profile auf Facebook eingesetzt, um die politische Diskussion zu verzerren. Hierzu äußert sich Daniel Stich, Generalsekretär der SPD Rheinland-Pfalz:

„Für die SPD ist klar: Die Nutzung solcher Fake-Profile in politischen Diskussionen widerspricht nicht nur dem Gebot der Fairness unter demokratischen Wettbewerbern. Sie manipuliert auch die öffentliche Meinung in einer Art und Weise, die Demokraten nicht angemessen ist. Unser Kanzlerkandidat Martin Schulz hatte hingegen schon vor Monaten ein parteiübergreifendes Fairnessabkommen vorgeschlagen.

Die AfD hat nun offenbar grundlegend gegen diese Fairnessregeln verstoßen. Mittels Fake-Profilen auf Facebook wurde scheinbar bewusst versucht, Stimmung zu machen und den politischen Diskurs nach rechts zu rücken.

Von Uwe Junge, dem Landesvorsitzenden der AfD Rheinland-Pfalz, verlange ich umgehend Aufklärung: Haben Mitarbeiter der rheinland-pfälzischen AfD-Fraktion die Erstellung dieser Profile, die keinen realen Menschen zugeordnet werden können, in Auftrag gegeben oder gar selbst vorangetrieben? Gehört eine solche Manipulation des politischen Diskurses auch zum perfiden Macht-Kalkül der AfD in Rheinland-Pfalz? Und welche Rolle spielte Herr Junge selbst bei diesen zutiefst undemokratischen Machenschaften?

Nach außen gibt sich die AfD als Partei der Saubermänner. Ihre Funktionäre üben sich allerdings in vergnüglicher Regelmäßigkeit darin, mit Dreck zu werfen.“